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Mabacher Award x Filmklusiv lädt zu einem gemeinsamen Filmabend in die Leopoldstadt ein! Im Mittelpunkt steht der Dokumentarfilm „Baba, What’s Your Plan?” von Tolga Karaaslan, Preisträger des Mabacher Awards 2026. Der Film wird mit deutschen Untertiteln gezeigt. Nach dem Film ist Raum für Fragen und Diskussion im Filmgespräch mit Regisseur Tolga Karaaslan.  
Moderation: Elias Perwein

Anreise: Haltestelle der Linien O und 12 direkt vor dem Haus. Ein Radweg führt direkt zum Saal. Öffentliche Garage in der Nordbahnstraße oder Parkgarage Praterstern

Eine Kooperation mit:
Diagonale – Festival des österreichischen Films

Unterstützt durch:
BMWKMS, Österreichisches Filminstitut, Filmfonds Wien und MA7 Bezirksförderung 1020, die HausWirtschaft


Über den Film:

BABA, WHAT´’S YOUR PLAN entfaltet sich als intime dokumentarische Annäherung eines Sohnes an das Leben seines Vaters und zugleich als stilles Portrait einer migrantischen Biografie.

Während Celal Karaaslan erzählt und erinnert begleitet Tolga Karaaslan seinen Vater mit der Handkamera auf dessen Weg durch die Vergangenheit: durch Landschaften und Dörfer der Türkei, in denen er aufwuchs und durch die Orte seines Lebens in Österreich. Doch die Rückkehr an frühere Orte offenbart weniger Wiederfindung als Entfremdung: verlassene Häuser, ein zerfallenes Schulgebäude, ein verkauftes Stück Land. Fast alles erscheint nur noch als Spur eines früheren Lebens.
Der Film wird so zu einer stillen Erzählung über Sehnsucht nach Zugehörigkeit und Kontinuität, über ein Leben, das sich lange um Arbeit drehte und dessen Sinn durch Krankheit erschüttert wird. Während der Vater über seine Arbeitsunfähigkeit und die lange Wartezeit auf die Invalidenrente spricht, treten Fragen nach Identität, Verantwortung und familiären Rollenbildern in den Vordergrund. Im Dialog zwischen Celals Frage an seinen Sohn, was er nun mit seinem Leben machen soll und der spiegelnden Frage des Sohnes im Filmtitel BABA, WHAT´’S YOUR PLAN entsteht der Impuls zu einer gemeinsamen Suche, die beide auf die Reise führt. Der Versuch einer intergenerationalen Verständigung wird sichtbar: Erinnerungen werden geteilt, Lebensgeschichten festgehalten und doch zeigt sich, dass ein Teil des Vergangenen immer entgleitet. Orte verändern sich, Bedeutungen verschieben sich und jede Aufzeichnung kann das gelebte Leben nur annähern. Ein kurzer Moment des gemeinsamen Ankommens, wenn mehrere Generationen am Tisch sitzen, deutet an, wie flüchtig Erinnerung bleibt, bevor sie erneut zur Vergangenheit wird.

Das sagte unsere Mabacher-Jury zum Film:

Der Film ,Baba, what’s your plan?‘ führte uns auf eine Reise: Aufnahmen in der ruralen Türkei, Familienfotos, und Gespräche zwischen Sohn und Vater – welche an wechselnden Orten in der Gegend zwischen Wels und Linz stattfinden – sind nur einige Stationen dieses intimen und aufrichtigen Portraits, welches der Regisseur Tolga Karaaslan von, durch und mit seinem Vater zeichnet. Trotz seiner Zugewandtheit und Intimität widersagt der Film jeglichen Voyeurismus und schafft eine generationenübergreifende Aufarbeitung der eigenen Familiengeschichte zwischen Vater und Sohn, wobei die Stimme des Vaters in respektvoller Hingabe das zentrale Sprachrohr bleibt. Das filmische Portrait erzählt von (chronischer) Krankheit, Migration, Hoffnung, und davon, letztere zu verlieren, um sie immer wieder neu zu finden – auch unter den herausforderndsten Umständen. Tolga Karaaslan vermag mit seinem Film auch anderen Hoffnung zu schenken, zumal dieser den Facettenreichtum des Mensch-Seins betont, aber auch deutlich macht, wie viel man durch aufrichtige Dialoge von und miteinander erfahren kann, so Sybille Bauer-Zierfuß (Filmemacher*in), Simone Hart (Kamerafrau), Yuria Knoll (Schauspielerin).

Biographie des Regisseurs: Tolga Karaaslan (*1994 in Wels, AT) ist ein Filmemacher und Medienkünstler mit türkischen Wurzeln. In seiner Kunst beschäftigt er sich mit dem Leben zwischen mehreren Kulturen und der Suche nach der Identität. Dabei verfolgt er eine visuelle Sprache und atmosphärische Erzählung, die den Charakteren Zeit gibt, sich in ihrer Welt zu entfalten.